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Der andere Blick auf Versicherungen

By am Sep 6, 2018 in Allgemein, Weg in die Freiheit |

Worum es in diesem Artikel geht?

Dieser Artikel erklärt Dir,

  • als Hypothese:
    • warum Versicherungen ein Wettgeschäft sind,
    • dass Versicherungsunternehmen bewusst Verträge so gestallten, dass sie keiner verstehen kann,
  • er zeigt Dir auf, wie Du mit Wahrscheinlichkeiten im Kontext Versicherung umgehen kannst und
  • nennt einige betriebliche und privaten Versicherungen, die für Deine Existenzgründung wichtig sein könnten.

Hypothese: Versicherung ist ein Wettgeschäft…

Der Gründer wettet darauf, dass ihm etwas passiert – die Versicherungsgesellschaft wettet dagegen. Die Versicherungsprämie ist nichts anderes als eine Wettquote, zuzüglich einer Gewinnspanne der Versicherer.


Hypothese: Versicherungsgesellschaften gestalten Versicherungsverträge so, dass der Kunde diese nicht verstehen kann und der Gesetzgeber schaut weg.

Ich sitze vor einem Versicherungsvertrag und ich verstehe diesen nicht, ich werde diesen abschließen müssen – sonst habe ich schlicht keinen Versicherungsschutz.  Ich habe noch keinen Versicherungsvertrag abgeschlossen, den ich verstanden habe. Vermutlich, wird es Dir genau so gehen, oder?

Warum simplifizieren die Versicherungsgesellschaften den Vertrag nicht? Hypothese: Weil sonst der Kunde sehen würden, wann die Versicherung nicht bezahlt und die Versicherungsgesellschaften keine Hintertür mehr hätten, eine Bezahlung des Schadens zu vermeiden.


Einige Wahrscheinlichkeiten im Kontext Versicherungen:

Wahrscheinlichkeiten, dass der Schaden eintritt: Immer dann wenn die Versicherungsprämie gering ist, kann man davon ausgehen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass der Schaden eintritt, bezogen auf die Anzahl der Versicherten, eher gering ist. Ein typisches Beispiel hierfür ist die private Haftpflichtversicherung. Ich würde meinen Versicherungberater fragen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Schaden eintritt – ob da eine Antwort kommt?

Wahrscheinlichkeit, dass die Vesicherungsgesellschaft nicht bezahlt. 

Versicherungsgesellschaften klagen immer wieder gegen Ansprüche des Versicherten – typischerweise bei der Berufsunfähigkeitsversicherung.

Ein weitere Grund, warum Versicherungsgesellschaften nicht bezahlen, ist dass etwas nicht richtig vom Versicherten  umgesetzt wurde. Beispielsweise bei Einbruch kann es sein, dass nicht die richtige Schließanlage verwendet wurde.

Hier gilt es rauszukriegen, welche Versicherungen besonders häufig versuchen ein Schaden nicht zu bezahlen oder auf eine Vergleich aus sind.

Existenzbedrohung: Eine niedrige Eintrittswahscheinlichkeit heißt nicht, dass die Versicherung nicht ratsam ist. Neben der Wahrscheinlichkeit ist die ratsam zu überlegen, ob die Existenz bei einem eintretende Schaden bedroht ist.

Beispiel:

  • Glasversicherung -> Risikofrage: „Kann ich mir eine neue Fensterscheibe leisten, bedroht dies meine Existenz?“
  • Gebäudeversicherung: -> Risikofrage: „Bedroht es meine Existenz, wenn mein Betriebsgebäude abbrennt? 

Einige betriebliche Versicherung: 

  • Betriebshaftpflichtversicherung: Kommt für Personen-, Sachschäden sowie daraus resultierende Vermögensschäden (Bsp.: Verdienstausfall)  auf, die im Kontext der Selbstständigkeit gegenüber 3. verursacht werden.
  • Vermögenshaftpflicht: Versichert „reine“ Vermögensschäden. Bsp.: Beratungsfehler, Fehlauskünfte, Planungsfehler…
  • Inhaltsversicherung: Versichert Brand und Diebstahl der Betriebseinrichtung- Vergleichbar mit der Hausratsversicherung

Einige private Versicherungen: 

  • Krankenversicherung: Muss jeder Selbstständige abschließen – der Selbstständige kann zwischen einer „privaten“ oder der „freiwillig-gesetzlichen“ Versicherung wählen. Mein Rat – gesetzlich versichern – warum? Die gesetzliche Versicherung unterstützt die Solidargemeinschaft, versichert unter gewissen Voraussetzungen Familienmitglieder mit und passt sich preislich an den Gewinn vor Steuern an.
  • Berufsunfähigkeitsversicherung: Versichert das Risiko auf Grund von Krankheit (nicht auf Grund eines Unfalls!)  nicht mehr den Beruf ausüben zu können.

PS.: Das Beschrieben entspricht meinem Verständnis und es kann sein, dass das andere Menschen anders sehen! Letzt endlich ist alles ein Frage der Definitionen, der Werte und Paradigmen… – der eigenen Filterblase. Die Kommentarmöglichkeit  habe ich derzeit abgeklemmt, da ich keine Ahnung habe, wie sich die DSVOG auf die Kommentare auswirkt.